App Test: Fallout Shelter

Fallout Shelter spielt die meiste Zeit unter der Erde, genauer gesagt im Bunker. Hier haben sich Überlebende einer nicht näher genannten Atomkatastrophe zurückgezogen und bauen sich unter Tage eine neue Heimat auf. Wer allerdings gehofft hatte, dass Bethesda Softworks mit Fallout Shelter ein typisches Spiel der Reihe auf Smartphones und Tablets bringt, wird enttäuscht werden. Das Spiel ist nämlich völlig anderes als Fallout 4 und Co. Allerdings macht es verdammt viel Spaß.

Ziel des Spiels ist es, eine große Bunkeranlage zu errichten indem die Überlebenden ihr Dasein fristen dürfen. Dafür werden nach und nach im Bau Menü Räume ausgewählt, und in der Vault platziert. Generatoren werden für die Stromerzeugung benötigt, im Diner werden die nötigen Lebensmittel zubereitet, und die Wasserversorgung ist überlebens-notwendig. Damit noch mehr Menschen sich in dem Bunker niederlassen, werden weitere Baracken als Zimmer benötigt, die am besten mit Mann und Frau bestückt werden sollten. So wird nämlich auch gleich der Nachwuchs gesichert.

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Vault Bewohner beim arbeiten im Waffen-Raum.
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Immer wieder gilt es den Vault gegen externe Gefahren zu verteidigen.
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Liebevoll gestaltetes Diner.
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Überblick über den gesamten Vault.

So kommen später immer weitere Räume hinzu. Um Platz zu schaffen, muss man Felsen im Erdreich zerstören und die freie Fläche mit Fahrstühlen bestücken. So können die Bewohner bequem die unteren Ebenen erreichen. Jeder Bewohner des Bunkers hat eigene Fähigkeiten, die man sinnvoll im Vault einsetzen sollte, ein Mechaniker hat also nichts in der Küche zu suchen. Man sollte auch immer ein Auge auf die Zufriedenheit der Bewohner haben, denn nur wer zufrieden ist leistet optimale Arbeit. Dabei hängt die Zufriedenheit nicht nur von der Versorgungslage, sondern auch vom persönlichen Einsatzgebiet ab. Um dem Bauwahnsinn etwas Ablenkung zu verschaffen, streut der Entwickler immer wieder kleine Gefahren ein, diese können unter anderem Überfälle durch Banditen sein. Diese sind in der Regel nicht sehr schwer und lassen sich leicht bewältigen. Auch die Umwelt außerhalb kann erforscht werden.

Insgesamt ist das Spieltempo eher gemächlich; trotz regelmäßiger Versorgungsknappheit und Notfallsituationen stellt sich nie großer Zeitdruck oder gar Panik ein. Alle Aufgaben wie das Bauen von Räumen oder das Zerstören von Felsen kosten Geld. Die dafür benötigte Spielwährung sind Kronkorken. Neue Kronkorken gibt es automatisch bei laufenden Produktionen im Spiel, außerdem werden viele Ziele belohnt, etwa das Einsetzen von Personen in den richtigen Räumen. Dennoch sind die Kronkorken meist knapp. Wer schneller im Spiel vorankommen will, kann zu den In App Käufen greifen. Hier kann man Boxen mit Bonus-Karten erwerben. Wie bei einer Wundertüte, weiß man vorher nicht was darin enthalten ist. Meist gibt es neben einer unterschiedlich hohen Anzahl an Kronenkorken auch Extras wie neue Waffen. Der Kauf ist nicht zwingend notwendig, der Spielfortschritt funktioniert auch ohne Echtgeld, es dauert nur etwas länger.

Das Spiel sieht in seiner eher niedlicher Cartoon Grafik gut aus und überzeugt mit vielen lustigen Details. Wer nah genug an einzelne Räume heranzoomt, kann die Bewohner bei unterhaltsamen Aktionen beobachten. Auch die Dialoge, dargestellt in Textblasen machen Spaß. Einsteigern helfen am Anfang umfangreiche Tutorial Tipps um schnell die ersten Erfolge zu erleben.

Fazit: Fallout Shelters ist ein gelungenes Aufbau Spiel im Universum von Fallout. Das Spiel macht gerade zum Anfang extrem süchtig, weil man alles sehen und aufbauen will. Wenn man allerdings alles „fertig“ hat verkommt das Spiel plötzlich zu einem Nischenspiel. Man geht nur noch online um zuschauen was man einsammeln könnte und schickt einzelne Bewohner auf Missionen (die durch Update 1.6) deutlich besser und cooler geworden sind. Gerade zum Ende hin wünscht man sich echte oder auch schwerere Herausforderungen, die einem das Spiel aber nicht bietet. Schnell stellt sich dabei auch das Gefühl ein, unterfordert zu sein. Da sollte Bethesda nochmal nachlegen. Ansonsten ist Fallout Shelters ein ungemein motivierendes Spiel.

Liebe Grüße, euer GGHologram

 

 

 

BildQuelle:

Bild1: http://thekoalition.com/images/2015/06/Fallout-Shelter-4.jpg

Bild2: http://www.droid-life.com/wp-content/uploads/2015/08/Fallout-Shelter.jpg

Bild3: http://www.tablety.pl/wp-content/uploads/2015/06/Fallout-Shelter.jpg

Bild4: https://www.svetandroida.cz/media/2015/08/fallout-shelter-3-jpg.jpg

Beitragsbild: http://www.psicocine.com/wp-content/uploads/2015/06/Fallout_Shelter.jpg

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10 Antworten auf “App Test: Fallout Shelter”

  1. Bist ein wenig spät dran mit dem Spiel, was? 😉
    Habe ich damals auch gespielt. War ein unglaublicher Zeitfresser, aber wie du schon sagtest, anfangs sehr motivierend. Ein wenig frimelig, aber mein Empfinden zählt da nicht so, da ich normalerweise keine Spiele auf dem Handy spiele. Und nach einer Weile, wie du ebenfalls erwähntest, sehr eintönig. Aber eigentlich war das Spiel, so kam es mir jedenfalls vor, auch eher als Promo für Fallout 4 gedacht, also gar nicht so sehr auf Langzeitspielspaß ausgelegt. Ich glaube, der Riesenerfolg der App war auch für Bethesda ne Überraschung.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich teste einfach was mir in die Finger kommt. 😂 Ein tolles Spiel, aber inzwischen mehr als ein Promospiel. Bethesda hat inzwischen eine PC Version davon herausgebracht. Mal sehen wie es sich weiterentwickelt. 🤔

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  2. Okay. Spieleempfehlung, gibt’s ab und an sehr billig im Angebot bei verschiedenen Onlineanbietern: Pillars of Eternity! Und mein persönlicher Geheimtipp: Mount & Blade Warband. Dieses Jahr soll noch der Nachfolger, Bannerlords erscheinen.

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      1. Ist tatsächlich sehr oldschool und ich bin generell ein Freund von Innovation und Originalität, aber PoE hat mich vor allem wegen den tollen Charakteren und der Entscheidungsfreiheit gefesselt.

        Zweiteres habe ich nicht umsonst Geheimtipp genannt 😉
        Technisch echt nichts besonderes, aber spielerisch eine echt klasse Idee, die mit einem gelungenen Konzept auch umgesetzt wurde: man spielt im Grunde genommen einen Söldneranführer, der sich ein immer größeres Heer zusammenstellt, mit dem er dann in der 3rd Person in die Schlacht zieht. In erster Linie zwar ein Rollenspiel, hat es aber auch Elemente von Strategiespielen und Wirtschaftssimulationen.

        Gefällt 1 Person

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