Steam, Origin und Co. Doch wer braucht es?

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Liebe Leser,

in der Welt der Computerspiele ist in den letzten Jahren ein regelrechter „Launcher“ Hype entstanden. Die Rede ist natürlich von „Steam, uPlay, Origin und Co. Doch warum gibt es heute so viele von ihnen?

Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, in der man nur die CD in das Laufwerk legte und sofort losspielen konnte. Und ehrlich gesagt, vermisse ich diese Zeiten manchmal. Nicht das ich die Vertriebsplattformen mit Missachtung strafe, den eben jene nutze ich natürlich selbst auf meinem PC. Dennoch sind es für meinen Geschmack einfach zu viele geworden. Steam, Origin, uPlay, BattleNet, GoG und Bethesda Launcher heißen sie alle und dabei sind es nur die bekanntesten.

Mein allererstes Spiel, das mich eher unfreiwillig in diese Welt „entführte“, 🙂 war Alien vs. Predator. Ich installierte das Spiel und nach ein paar Minuten fing Steam an die restlichen 20% herunterzuladen. Mit meiner Schneckenleitung von damals war dies natürlich undenkbar und so schrieb ich Valve mit einer so bösartigen und heute lächerlich wirkenden E-Mail an, was das denn sollte dieses „großartige“ Spiel mit einem so nutzlosen Launcher zu verknüpfen. Die Antwort von Valve lies nicht lange auf sich warten, nicht das sie problemorientiert gelöst war, aber die Tatsache das sie mich nicht sperrten, nach dieser bösen Mail, überraschte mich doch sehr. Am Ende ergaben sich für mich folgende zwei Probleme:

  1. Für mein Problem gab es ohnehin keine Lösung. Ich hätte damals „NUR“ alles herunterladen müssen
  2. und nachdem ich geschworen hatte, nie, nie, nie wieder etwas mit Steam zutun haben zu wollen, installierte ich fast fünf Jahre später erneut dieses Spiel und stellte fest, dass es die ganze Mühe ohnehin nicht wert war…

Inzwischen sind Steam und ich aber sowas wie beste Freunde. 🙂

Heute sind sämtliche Spiele, die man kauft, an einen dieser „Launcher“ gebunden. Vorteile sind unter anderem, ein „Sammelbecken“ für all seine Spiele, „Achievement- Hunting“, Kopierschutz und so weiter und so fort. Das mag bei einem „Launcher“ recht nett sein (vorausgesetzt man braucht all dieses Zeugs) hat man aber mehrere dieser Programme, kann dies echt nervig werden. Allein auf meinem PC sind Steam, Origin, uPlay, Battlenet, GoG und der Bethesda Launcher installiert. So langsam verliere ich den Überblick, denn eigentlich, würde mir einer vollkommen reichen. Natürlich wollen die Firmen die dahinter stehen Geld verdienen und was noch wichtiger ist, Kundendaten „abgrabschen“. Die Diskussion um Origin, die vor ein paar Jahren geführt wurde, klingelt noch heute in meinen Ohren.

Ich glaube die Firmen wie Valve, EA oder CD Projekt haben in den ganzen Jahren vergessen, worum es eigentlich gehen soll. Nämlich um die Computerspiele und um die Spieler. Ich spreche mal für alle Gamer, indem ich sage, wir brauchen diese ganzen Launcher nicht, gebt uns das Spiel und lasst uns einfach zocken…

Liebe Grüße,

-HoE

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10 Antworten auf “Steam, Origin und Co. Doch wer braucht es?”

  1. Also ich finde auch dass es eindeutig zu viele Launcher gibt, aber die CD vermisse ich nicht. CDs könnten kaputt gehen und dann war das Spiel auch futsch. Außerdem produziert die Welt durch CDs Unmengen an Plastik, die durch Digitalisierung nicht mehr Zustande kommen. Ich liebe Steam, weil es vieles einfacher macht…aber Uplay und Co sind unnötig. Lieber sollte es einen großen Launcher geben, aber das wäre dann wohl Monopolisierung.

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  2. Früher war es wirklich noch recht einfach aber nachdem ich letztens vergeblich versucht habe, mein altes SimCity4 noch einmal zu installieren und es scheitert, weil keine Server für die Day1 Patches mehr da sind, zeigt sich doch noch einmal der Vorteil von Steam. Diese Plattform hatte einfach inzwischen genug Zeit, ihre Fehler zu beheben und einfach zu funktionieren. Ganz im Gegensatz zu UPlay, was mir regelmäßig Anno kaputt gepatcht hat bis hin zu dem Punkt, dass ich gleich den Launcher neu installieren musste und mich ernsthaft frage, wieso Ubisoft sich denn so beharrlich weigert, Spiele verkaufen zu wollen. Mit dieser Taktik zwingt sie uns jedenfalls dazu, wenn wir einfach nur die Spiele spielen wollen, gecrackte Versionen zu installieren.

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